Augenarztpraxis |
Rathenauplatz 2 - 8 | 60313 Frankfurt

Telefon: 069 - 29 29 83

+49 (0)69 - 29 29 83 Kontaktdaten speichern
Augenheilzentrum Frankfurt Judyta Bogucki-Handelsmann

Altersbedingte Makuladegeneration - AMD

Die altersbedingte Makuladegeneration ist neben dem Glaukom die häufigste Ursache für einen Sehverlust.

Die Makula ist ein kleiner (gelblicher) Fleck auf der Netzhaut. Hier befindet sich in einer kleinen Grube (Fovea) die Stelle des schärfsten Sehens. Bei einer altersabhängigen Makuladegeneration leiden betroffene Patienten an einer Verschlechterung der zentralen Sehschärfe, d.h. sie "sehen" immer dort graue Schatten, wo sie gerade hinblicken.

Früherkennung durch den Augenarzt

Die Netzhautmitte (Makula) unterliegt altersbedingten Veränderungen. Gerade in der Frühphase, die noch nicht zu Sehstörungen führt, sind im Makulabereich sogenannte Drusen (gelblich weiße, rundliche Stoffwechseleinlagerungen) oder irreguläre Pigmentverschiebungen zu sehen. Der Augenarzt kann diese Prozesse früh erkennen.

Diese Veränderungen sind ein Warnzeichen und eine Mahnung zu regelmäßiger augenärztlicher Kontrolle

Erst im Spätstadium kommt es zu einem Verlust der Sehschärfe.

Makuladegeneration

Symptome der AMD

  • Farben können blasser als früher erscheinen
  • die Gewöhnung an eine dunklere oder hellere Umgebung dauert länger als früher
  • bei fortgeschrittener Erkrankung
    • erscheinen Linien verzerrt
    • das Zentrum des Gesichtsfeldes fällt aus oder wird blasser
    • das Lesen wird immer schwerer

Risikofaktoren

Die Makuladegeneration tritt in der Regel altersbedingt auf.

Faktoren, die das Erkrankungsrisiko erhöhen, sind

  • das Rauchen
  • der Faktor Licht (UV Belastung). Deshalb sollten insbesondere ältere Menschen bei hellen Lichtverhältnissen eine Sonnenbrille tragen.
  • die Ernährung Mangel an Vitaminen und anderen Antioxidantien
  • die erbliche Belastung
  • Gefäßveränderungen (Arteriosklerose)

Formen der altersbedingten Makuladegeneration

Es gibt zwei Formen der AMD, die sogenannte trockene und die feuchte Variante. Die feuchte Form kann sich aus der trockenen entwickeln.

Trockene Makuladegeneration


An dieser Form der AMD leiden ca. 80 bis 90% der Betroffenen. Sie entwickelt sich langsam im Verlauf mehrerer Jahre und entsteht durch kleine, gelbliche Ablagerungen unter der Netzhaut. Diese verhindern nicht nur den Abtransport von Abbauprodukten aus dem Auge, sondern auch die Versorgung der Netzhaut mit Nährstoffen. Aus diesem Grund fallen immer mehr Sinneszellen aus und die Netzhaut stirbt ab

Da sich aus einer trockenen AMD jederzeit eine feuchte AMD entwickeln kann, sind regelmäßige Kontrollen durch den Augenarzt von Nöten.

Feuchte Makuladegeneration


Diese Form ist aggressiver und führt zu schweren Sehbehinderungen. Im Gegensatz zur trockenen AMD schreitet die feuchte Form schneller voran und wird von einer plötzlich einsetzenden Sehverschlechterung begleitet. Bei der feuchten Form bilden sich neue Blutgefäße mit undichten Gefäßen unter der Makula. Aus ihnen kann Flüssigkeit und Blut in die Makula austreten.

Die Bildung der unerwünschten Blutgefäße wird von einem Wachstumsfaktor (VEGF) angeregt. Mit der Hemmung dieses Wachstumsfaktors durch ein ins Auge eingebrachtes Medikament kann man die weitere Ausbildung dieser Gefäße stoppen und bereits gebildete Gefäße zurückdrängen.

Für eine erfolgreiche Therapie ist es wichtig, die Erkrankung so früh wie möglich zu erkennen und zu behandeln.

Behandlung der feuchten Makuladegeneration

Wenn nach einer ausführlichen Diagnostik die Erkrankung an der feuchten Form der Makuladegeneration bestätigt ist, kann die entsprechende Therapie bei der Krankenkasse beantragt werden. Es handelt sich um die sogenannte IVOM-Therapie. Ein Medikament wird mit einer Spritze in das Auge eingegeben. Diese Behandlung darf nur in einem speziellen OP durchgeführt werden.

Mit der IVOM-Therapie soll das Fortschreiten der feuchten Makuladegeneration gestoppt oder zumindest abgemildert werden. Im günstigsten Fall kann sich das Sehvermögen auch bessern. Die Behandlung richtet sich nach den aktuellen Leitlinien der augenärztlichen Fachgesellschaften und erfordert vom Patienten eine gute Mitarbeit. Insbesondere ist die Einhaltung der notwendigen Kontrolltermine wichtig, um den Therapieerfolg zu erhalten.

Telefon: 069 - 29 29 83

Akzeptieren Sie um die Google Maps Funktion zu nutzen.